Wer ist der Trainer von Alexander Zverev, in welchem Verein hat er Tennis gelernt und wo trainiert er heute? Diese Seite fasst die Trainerhistorie von Alexander Zverev zusammen – von der Mutter als erster Lehrerin über prominente Coaches wie Ivan Lendl und Sergi Bruguera bis zum aktuellen Team. Dazu kommen die Orte, an denen er geprägt wurde: der Uhlenhorster HC in Hamburg, die Saddlebrook Academy in Florida und die Trainingsbasis in Monte-Carlo. Wir nennen nur, was in Medienberichten oder offiziellen Angaben belegt ist, und kennzeichnen unsichere Punkte. Stand: Oktober 2026.
Wer ist aktuell der Trainer von Alexander Zverev?
Der Haupttrainer von Alexander Zverev ist sein Vater, Alexander Zverev senior. Der frühere Davis-Cup-Spieler der Sowjetunion – 1985 Nummer 175 der ATP-Weltrangliste – hat diese Rolle seit der Kindheit seines Sohnes inne. Auch in den Phasen mit einem prominenten Zusatztrainer blieb er der Cheftrainer, und nach jeder Trennung übernahm er wieder allein. Mit ihm an der Seite gewann Zverev 2026 Roland Garros und die US Open.
Ein externer Cheftrainer ist mit Stand Oktober 2026 nicht bestätigt. Rund um den Vater arbeitet ein kleines, vertrautes Team:
| Haupttrainer | Alexander Zverev senior (Vater) |
|---|---|
| Management | Mischa Zverev (Bruder) gemeinsam mit Sergej Bubka jr., seit Januar 2021 |
| Fitnesstrainer | Jez Green (erneut seit 2024) |
| Physiotherapie | Hugo Gravil (langjährig), Ramón Punzano (seit März 2026) |
| Externer Coach | keiner bestätigt; Toni Nadal hilft punktuell an seiner Akademie |
Bruder Mischa, selbst bis 2023 ATP-Profi, ist mehr als Manager: Laut dem Vater steht er weiterhin mit auf dem Platz und übernimmt dort auch Traineraufgaben. Der Brasilianer Marcelo Melo, Zverevs enger Freund und Doppelpartner, begleitet ihn häufig, hat aber keine Trainerrolle.
Trainerhistorie: alle Trainer von Alexander Zverev
Die Grundstruktur blieb über die gesamte Karriere gleich: Die Familie trainiert, prominente Coaches kamen für einige Monate dazu. Die Tabelle zeigt alle belegten Stationen.
| Zeitraum | Name | Rolle | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| ab ca. 2000 | Irina Zvereva (Mutter) | erste Haupttrainerin | prägte vor allem die beidhändige Rückhand |
| Kindheit – heute | Alexander Zverev senior (Vater) | Haupttrainer | Cheftrainer auch neben allen externen Coaches |
| 2013/2015 – 2021 | Jez Green | Fitnesstrainer | Beginn in den Quellen uneinheitlich |
| Juli 2017 – Feb. 2018 | Juan Carlos Ferrero | Zusatztrainer | Titel in Washington zum Start |
| Aug. 2018 – Juli 2019 | Ivan Lendl | Zusatztrainer | Sieg bei den ATP Finals 2018 |
| Juli 2020 – Jan. 2021 | David Ferrer | Zusatztrainer | US-Open-Finale 2020 |
| März 2022 – Mai 2023 | Sergi Bruguera | Zusatztrainer | fest bestätigt im Mai 2022 |
| seit Jan. 2021 | Mischa Zverev (Bruder) | Manager, Trainingspartner | mit Sergej Bubka jr. |
| seit 2024 | Jez Green | Fitnesstrainer | Rückkehr nach rund drei Jahren Pause |
| Juli 2025 | Toni Nadal | Probetraining | keine feste Zusammenarbeit |
Die Mutter: erste Haupttrainerin
Irina Zvereva war in der Sowjetunion selbst Profi und stand 1993 auf Platz 380 der WTA-Rangliste. Während sich der Vater in den ersten Jahren vor allem um den zehn Jahre älteren Mischa kümmerte, war sie Saschas wichtigste Trainerin. Zverev sagt selbst, seine Rückhand habe er zu „100 Prozent“ seiner Mutter zu verdanken.
Juan Carlos Ferrero (2017–2018)
Der frühere Weltranglistenerste stieß im Sommer 2017 dazu. Das erste gemeinsame Turnier in Washington endete mit dem Titel, kurz darauf gewann Zverev das Masters in Montreal. Nach den Australian Open 2018 trennten sich die Wege wieder; Ferrero sprach von Unstimmigkeiten mit dem übrigen Team.
Ivan Lendl (2018–2019)
Ab den US Open 2018 arbeitete Zverev mit Ivan Lendl zusammen. Im November desselben Jahres gewann er mit Siegen über Roger Federer und Novak Djokovic die ATP Finals in London – der bis dahin größte Erfolg seiner Karriere. Im Juli 2019 endete die Zusammenarbeit, nachdem Zverev öffentlich kritisiert hatte, Lendl sei zu selten präsent.
David Ferrer (2020–2021)
Nach rund zwei Wochen Probetraining in Monte-Carlo wurde David Ferrer im Juli 2020 offiziell Teil des Teams. Wenige Wochen später stand Zverev im Finale der US Open. Anfang Januar 2021 beendete Ferrer die Zusammenarbeit – aus familiären Gründen und wegen der Reisebeschränkungen der Pandemie, ausdrücklich ohne Streit.
Sergi Bruguera (2022–2023)
Der zweifache French-Open-Sieger begann im März 2022 in Miami eine Probephase und wurde im Mai 2022 vor dem Turnier in Madrid fest bestätigt. Die Zusammenarbeit fiel in die schwerste Phase von Zverevs Karriere: die Bänderverletzung im Halbfinale von Roland Garros 2022 und die lange Pause danach. Ende Mai 2023 trennten sich beide; Zverev nannte Meinungsunterschiede darüber, wie er nach der Verletzung spielen sollte. Seitdem coacht ihn wieder der Vater allein.
Toni Nadal: Probetraining statt Engagement
Im Juli 2025 trainierte Zverev rund zehn Tage mit Toni Nadal, dem langjährigen Trainer seines Neffen Rafael, an der Rafa Nadal Academy auf Mallorca. Eine feste Rolle lehnte Toni Nadal aus Zeitgründen ab, bot aber weitere Einheiten an der Akademie an. Im Sommer 2026 bereitete sich Zverev dort erneut mit seiner Unterstützung auf die Hartplatzsaison vor – ohne festes Engagement.
War Boris Becker Zverevs Trainer?
Nein. Boris Becker war von 2017 bis Ende 2020 ehrenamtlich „Head of Men’s Tennis“ beim Deutschen Tennis Bund und schloss 2018 ausdrücklich aus, Zverev zu trainieren. Im April 2025 schaute er beim Training in Monte-Carlo zu; Zverev bezeichnete das als Besuch, nicht als Zusammenarbeit.
Zverevs Verein: der Uhlenhorster HC in Hamburg
Alexander Zverevs Heimatverein ist der Uhlenhorster Hockey Club (UHC) in Hamburg. Seine Eltern kamen 1991 als Tennistrainer an den Club, dessen Tennisanlage am Wesselblek im Stadtteil Hummelsbüttel liegt. Dort schlug Sascha mit etwa drei Jahren seine ersten Bälle, dort legten er und sein Bruder Mischa nach Angaben des Vereins den Grundstein ihrer Karrieren. Bis zum zwölften Lebensjahr spielte er nebenbei auch Hockey und Fußball, dann entschied er sich ganz für Tennis.
Die Verbindung ist geblieben: Wenn Zverev in Hamburg ist, trainiert er laut UHC bis heute in dem Verein, in dem er aufgewachsen ist. In welchem Hamburger Stadtteil die Familie wohnte, ist dagegen nicht öffentlich belegt – Hummelsbüttel ist nur der Standort der Clubanlage.
Saddlebrook: Wintertraining in Florida
Die zweite feste Trainingsbasis seiner Jugend liegt in den USA. „Wir kamen das erste Mal nach Saddlebrook, als Mischa 16 war und ich sechs“, erzählte Zverev über die Saddlebrook Tennis Academy in Wesley Chapel bei Tampa. Die Familie verbrachte dort viele Winter; die Akademie führt ihn als ehemaligen Schüler. Auch im Frühjahr 2020, während der Corona-Pause der Tour, trainierte er dort.
Weitere Trainingsorte und Stationen
- Monte-Carlo: Zverev lebt in Monaco und trainiert in seiner Wahlheimat, unter anderem im Monte Carlo Country Club. Eine offizielle Mitgliedschaft ist nicht belegt.
- Rafa Nadal Academy, Mallorca: Trainingsblöcke im Juli 2025 und im Sommer 2026, jeweils mit Toni Nadal.
- Rochusclub Düsseldorf: Ab 2016 stand Zverev auf der Meldeliste des Bundesligisten, 2019 nicht mehr. Laut Lokalpresse schlug er in Düsseldorf nie auf, weil die Spieltermine mit der Tour kollidierten.
Schule und Jugend: der Weg zum Junioren-Weltmeister
Zur Schule ging Zverev laut t-online und der Rheinpfalz nicht in Hamburg, sondern am Kurpfalz-Gymnasium in Mannheim, das einen Leistungssport-Zweig mit langen Fehlzeiten und Lernen von zu Hause ermöglicht. 2013 verließ er die Schule nach der zehnten Klasse ohne Abitur, um sich ganz auf Tennis zu konzentrieren. Eine Förderung durch einen Bundes- oder Landeskader ist in den geprüften Quellen nicht belegt – sein Weg war privat und familiär organisiert.
| Jahr | Station |
|---|---|
| 2012 | erste ITF-Juniorentitel in Fujairah und im Oman |
| 2013 | Sieg beim Trofeo Bonfiglio in Mailand, Finale der French Open der Junioren |
| Juli 2013 | ATP-Debüt mit 16 Jahren per Wildcard am Hamburger Rothenbaum |
| 2013 | Nummer 1 der Junioren-Weltrangliste und ITF-Junioren-Weltmeister |
| Januar 2014 | Juniorentitel bei den Australian Open, trainiert vom Vater |
| Juli 2014 | erster Profititel beim Challenger in Braunschweig |
Wie es danach weiterging, zeigen die Biografie und die Karriere-Übersicht mit allen Finals.
Häufige Fragen zu Trainer und Verein
Wer ist der Trainer von Alexander Zverev?
Haupttrainer ist sein Vater Alexander Zverev senior. Zum Team gehören Bruder Mischa (Management und Trainingspartner), Fitnesstrainer Jez Green und zwei Physiotherapeuten. Ein externer Cheftrainer ist mit Stand Oktober 2026 nicht bestätigt.
Welche Trainer hatte Zverev?
Neben den Eltern Juan Carlos Ferrero (2017–2018), Ivan Lendl (2018–2019), David Ferrer (2020–2021) und Sergi Bruguera (2022–2023). Nach jeder Trennung übernahm wieder der Vater.
In welchem Verein hat Zverev in Hamburg angefangen?
Beim Uhlenhorster Hockey Club (UHC), dessen Tennisanlage in Hamburg-Hummelsbüttel liegt. Seine Eltern arbeiteten dort ab 1991 als Tennistrainer.
War Boris Becker Zverevs Trainer?
Nein. Becker war von 2017 bis 2020 im Ehrenamt für das deutsche Herrentennis zuständig und lehnte 2018 eine Trainerrolle bei Zverev ab.
Ist Toni Nadal der Trainer von Zverev?
Nein. Zverev trainierte 2025 und 2026 an der Rafa Nadal Academy mit Toni Nadal, eine feste Zusammenarbeit gibt es aber nicht.
Warum hat sich Zverev von Bruguera getrennt?
Ende Mai 2023 nannte Zverev Meinungsunterschiede darüber, wie er nach seiner schweren Knöchelverletzung spielen sollte.
Wo trainiert Alexander Zverev?
Vor allem in Monte-Carlo, wo er lebt. In der Jugend verbrachte er viele Winter an der Saddlebrook Academy in Florida, in Hamburg trainiert er beim UHC.
Auf welche Schule ging Zverev?
Laut t-online und Rheinpfalz auf das Kurpfalz-Gymnasium in Mannheim mit Leistungssport-Zweig. Er verließ die Schule 2013 nach der zehnten Klasse.
